Einfach erfolgreiche(re) Kieferorthopädie
00:00:00: Hallo, mein Name ist Dr.
00:00:01: Martin Baxmann.
00:00:02: Lassen Sie uns heute mal über ein Thema sprechen, das für uns Praxisinhaber entscheidend ist?
00:00:07: Wie bekommen wir unsere Praxis dazu quasi auf Autopilot zu laufen?
00:00:10: Der Schlüssel dazu ist na klar – meisterhafte Delegation!
00:00:13: Dazu gefällt mir Einsatz besonders gut.
00:00:15: Wenn sie die einzige Person in ihrer Praxis sind, die ein Problem lösen kann haben sie kein Unternehmen aufgebaut sondern einen Käfig und das ist doch der Punkt oder?
00:00:22: Echte Führung heißt sich selbst überflüssig zu machen denn nur so kann ihr Team ihnen zeigen was wirklich in ihm steckt.
00:00:28: Kennen Sie diesen Gedanken?
00:00:29: Bei meinem Team funktioniert das einfach nicht.
00:00:31: Ich höre das oft, aber wissen Sie was?
00:00:33: Das ist ein Druckschluss!
00:00:34: Delegation ist kein Glücksspiel.
00:00:36: Es ist eine Fähigkeit die man lernen kann Und wie bei jeder Fähigkeit braucht es Disziplin und – ganz wichtig – ein klares System.
00:00:42: Stellen sie sich wie das Erlernen eines Instruments vor.
00:00:45: Man spricht ja von dieser Zehntausend Stundenregel für einen Meistergeiger.
00:00:48: Keine Sorge, so lange dauert's bei uns nicht.
00:00:50: Aber das Prinzip, dass is' dasselbe Delegations ist ein strukturierter wiederholbarer Prozess.
00:00:56: Es geht ja darum, die klügsten Köpfe für sich zu gewinnen.
00:00:59: Aber was passiert wenn diese klugen Köpfen dann nur zuarbeiten erledigen weil sie als Chef alles an sich reißen?
00:01:05: Genau!
00:01:05: Die Motivation stirbt.
00:01:07: Also geben Sie Ihrem Team die Werkzeuge an die Hand, die es braucht um erfolgreich zu sein und lassen Sie's auch machen.
00:01:13: Okay das Ganze steht und fällt mit zwei grundlegenden Pfeilern.
00:01:16: Wenn wir diese beiden richtig hinbekommen Dann ist das Fundament für erfolgreiche Delegation gelegt.
00:01:21: Schauen wir uns die mal an Denn wie sollen sie etwas delegieren, wenn Sie es selbst nicht zu hundert Prozent durchdacht haben?
00:01:30: Waageanweisungen führen eben zu Wagenergebnissen.
00:01:33: Hier ist ein Beispiel das wir alle aus dem Praxisalltag kennen.
00:01:35: Wenn Sie zum Techniker sagen machen Sie mal die Frontzähne gerade.
00:01:39: Was kommt dabei raus?
00:01:40: Meistens Frustration auf beiden Seiten!
00:01:42: Wenn Sie aber sagen rotieren Sie bitte Zahn zwei Eins um exakt fünf Grad nach Missial Dann bekommen Sie genau das Ergebnis dass Sie sich vorgestellt haben.
00:01:50: Das is der Unterschied So.
00:01:52: Und die zweite Grundlage?
00:01:54: Sie müssen natürlich an die richtige Person delegieren.
00:01:56: Selbst die präziseste Anweisung der Welt bringt nichts, wenn sie an jemanden geht, der die Aufgabe gar nicht erfüllen kann – das ist im Kern nichts anderes als gutes Talentmanagement!
00:02:05: Und wessen Job ist das?
00:02:07: Ihrer ganz klar.
00:02:08: Entweder Sie stellen die nötige Schulung bereit damit Ihr Team die Aufgabe meistern kann oder Sie müssen eben das richtige Talent finden.
00:02:14: Die Verantwortung liegt bei Ihnen als Führungskraft.
00:02:17: Okay wir haben jetzt also die Grundlagen Präzision und die richtige Aber wie sieht das in der Praxis aus?
00:02:23: Kommen wir zu den Spielregeln für die tägliche Umsetzung.
00:02:26: Im Grunde sind es drei ganz simple Regeln, erstens eine klare Deadline, zweitens regelmäßige Check-ins und drittens die Übergabe von echter Verantwortung.
00:02:36: Regel Nummer eins – Eine Deadline.
00:02:38: Warum?
00:02:39: Weil eine Aufgabe ohne Frist keine Priorität hat!
00:02:42: Der Satz, kümmern Sie sich mal bei Gelegenheit drum ist der sichere Tod für jede Aufgabe.
00:02:46: Eine klare Deadline gibt Ihre Mitarbeiter die Chance selbstständig zu planen und verhindert Frust auf beiden Seiten!
00:02:52: Regel Nummer zwei – Check ins.
00:02:54: Warten sie bitte nicht bis zum letzten Tag.
00:02:56: Ein kurzer früher Check stellt sicher das alles richtig verstanden wurde.
00:02:59: So können Sie kleine Kurskorrekturen vornehmen lange bevor daraus ein riesiges Problem wird.
00:03:04: Und jetzt Regel Nummer drei.
00:03:06: Die ist vielleicht die wichtigste Delegieren Sie die Entscheidungsmacht.
00:03:09: Wenn für jede Kleinigkeit eine Rückfrage bei Ihnen nötig ist, sind sie der Flaschenhals!
00:03:14: Geben Sie Ihrem Team echte Autonomie innerhalb eines klar definierten Rahmens selbst zu
00:03:18: entscheiden.".
00:03:19: Ich gebe Ihnen mal ein ganz konkretes Beispiel.
00:03:21: Meine Buchhaltung kam früher wegen jeder einzelnen Rechnung zur Freigabe.
00:03:25: Wir haben deine einfache Regel eingeführt – alles unter fünfzig Euro entscheidest und verbuchst du komplett allein.
00:03:30: Das Ergebnis?
00:03:37: So, und jetzt kommen wir zur Königsklasse.
00:03:39: Zum höchsten Level der Delegation!
00:03:41: Hier geht es um Feedback – und darum echte Freiheit und Autonomie in der Praxis zu schaffen.
00:03:45: Der entscheidende Punkt bei Feedback ist, loben Sie immer das Verhalten nicht die Person.
00:03:50: Sagen sie nicht «Sie sind ein Genie», sagen sie stattdessen «Irre Vorbereitung für dieses Projekt war exzellent».
00:03:55: Warum?
00:03:55: Weil gutes Verhalten wiederholbar ist.
00:03:57: Ein Genie zu sein… eher nicht.
00:03:59: Und ungekehrt geht natürlich dasselbe.
00:04:01: Wenn was schiefgeht kritisieren Sie die Handlung aber niemals niemals die Person….
00:04:06: Dann erreichen sie die höchste Stufe.
00:04:08: Hier konzentrieren Sie sich wirklich nur noch auf das Ergebnis!
00:04:11: Sie geben das Ziel glasklar vor, aber den Weg dorthin – den überlassen Sie Ihrem Team.
00:04:15: Das ist der Punkt an dem Sie loslassen und wirklich vertrauen.
00:04:19: Und genau das ist das Ziel.
00:04:20: Wissen Sie woran Sie ihren Erfolg als Führungskraft wirklich messen?
00:04:24: Daran dass Sie entbehrlich werden.
00:04:25: Wenn Ihre Praxis exzellent läuft auch wenn Sie mal nicht da sind dann ja dann haben Sie es wirklich geschafft.
00:04:30: Also zum Abschluss eine Frage an Sie ganz persönlich.
00:04:35: Was fangen Sie dann mit dieser neuen Freiheit an?
00:04:38: Auf welche strategischen Ziele, auf welche Visionen für Ihre Zukunft und die Ihrer Praxis werden sie sich dann konzentrieren.