Einfach erfolgreiche(re) Kieferorthopädie
00:00:00: Hallo, mein Name ist Dr.
00:00:01: Martin Baxmann.
00:00:02: heute möchte ich mit Ihnen über eine wirklich entscheidende strategische Frage sprechen die uns alle als Praxisinhaber betrifft sollen wir auf den Zug der digitalen Überwachung aufspringen oder lieber unsere Kernprozesse optimieren?
00:00:13: schließlich sind wir ja alle Unternehmer und ständig auf der Suche nach mehr Effizienz.
00:00:18: aber und das ist der springende Punkt bevor wir uns von den Versprechungen der neuesten Technologie blenden lassen sollten wir etwas ganz grundlegendes tun einfach mal nachrechnen Und genau das bringt es auf den Punkt.
00:00:28: We need to do the math before we buy the hype, rechnen bevor man dem Hype verfällt.
00:00:33: Sehen Sie dieses Zitat sollte eigentlich über jeder unternehmerischen Entscheidung stehen die wir treffen?
00:00:38: Digitale Tools versprechen uns ja oft die totale Revolution im Praxisalltag aber wenn man genauer hinschaut was sehen wir dann?
00:00:44: Oft sind es versteckte Kosten und ein Berg an zusätzliche Administration!
00:00:48: Für uns als Praxisinhaber ist es deshalb nicht nur eine gute Idee sondern unsere verdammte Pflicht den wahren Wert so einer Investition knallhart zu hinterfragen.
00:00:56: Also schauen wir uns das doch mal genauer an.
00:00:58: Das digitale Versprechen auf der einen Seite, die Realität auf der anderen.
00:01:02: und verstehen Sie mich nicht falsch?
00:01:03: Der Reiz ist absolut da!
00:01:04: Für die Patienten ist die Fernüberwachung natürlich super bequem – weniger Fahrerei, weniger Zeit im Wartezimmer….
00:01:09: das ist ein starkes Argument keine Frage.
00:01:12: Aber und jetzt kommt das große aber aus der Perspektive eines Unternehmers, der seine Praxis schlank und effizient führen will müssen wir einfach tiefer graben.
00:01:19: Wir müssen uns fragen was kostet uns dieser Komfort am Ende des Tages?
00:01:22: Und ganz wichtig macht er unseren Workflow wirklich besser?
00:01:25: Fangen wir mal ganz konkret bei den direkten Kosten an.
00:01:27: Die meisten Anbieter verlangen ja eine monatliche Gebühr pro Patient, lechnen wir mal konservativ sagen wir zehn Euro im Monat.
00:01:33: das macht dann also hundertzwanzig Euro pro Patient und pro Jahr.
00:01:36: okay für einen einzigen Patienten klingt das jetzt vielleicht nicht nach der Welt aber denken Sie mal drüber nach.
00:01:41: dass ist ein fester kostenblock der jeden monat wieder kommt um mit jedem neuen patienten denen sie aufnehmen wächst dieser kostenblock.
00:01:46: das normiert sich schneller als man denkt.
00:01:48: so.
00:01:48: und jetzt kommen wir zu entscheidenden frage nämlich der nach der zeit.
00:01:52: Im ganz normalen Praxisalltag läuft es doch so, ich bin am Stuhl, spreche mit dem Patienten und meine Assistenz dokumentiert alles direkt nebenbei.
00:01:58: Das ist ein eingespieltes effizientes System!
00:02:01: Im digitalen Workflow verschiebt sich das Ganze aber – plötzlich sitze ich allein am Schreibtisch, klicke mich durch Patientenfotos und Tippe Nachrichten.
00:02:08: Merken Sie was?
00:02:08: Die Arbeit verschwindet ja nicht, sie wird nur umverteilt, weg von der Assistenzen und hin zum Arzt also zu ihnen der teuersten Ressource in der gesamten Praxis.
00:02:17: Wir müssen uns also ganz ehrlich fragen, sparen wir hier wirklich Zeit oder verlagern wir unsere Arbeit nur vom Behandlungsstuhl an den Schreibtisch.
00:02:23: Ist das wirklich eine kluge Nutzung unserer Zeit als hochqualifizierte Fachärzte?
00:02:27: Mal ehrlich – die meisten von uns sind doch taktile Behandler!
00:02:30: Wir müssen den Biss fühlen, wir müssen das Gewebe sehen und das Modell in der Hand haben.
00:02:35: Eine Diagnose nur anhand von ein paar Fotos zu stellen ist nicht nur schwierig, es stößt einfach an seine Grenzen und kann im schlimmsten Fall zu falschen Entscheidungen
00:02:43: führen.".
00:02:43: Und das führt mich direkt zum nächsten Punkt die Frequenz.
00:02:46: Diese Systeme wären ja oft damit, dass man den Patienten superengmarschig kontrollieren kann manchmal alle paar Tage aber jetzt mal Hand aufs Herz!
00:02:53: Die rein klinische Frage ist doch beschleunigen wir die biologischen Prozesse im Kiefer nur weil wir alle vier Tage ein Foto vom Alleinersitz anschauen?
00:03:00: Die ehrliche Antwort ist doch wohl nein.
00:03:02: was wir damit erzeugen ist vor allem eines einen riesiger administrativer Aufwand der am Ende weder dem Patienten noch den Behandlungsergebnis wirklich etwas bringt.
00:03:10: Okay, lassen Sie uns jetzt mal einen komplett anderen Weg einschlagen.
00:03:14: Eine Lösung die tatsächlich Kapazität freischaufelt und zwar ganz ohne ein einziges teures Software-Abo!
00:03:20: Der Schlüssel dazu liegt nämlich nicht in noch mehr Technologie – er liegt in der cleveren Organisation unserer aller wichtigsten Ressource, der Zeit die wir am Behandlungsstuhl haben….
00:03:30: Und um das zu verstehen, rechnen wir einfach mal ein ganz simples Modell durch.
00:03:35: Stellen Sie sich eine kleine kompakte Praxis vor, sagen wir zwei Behandlungsstühle und wir arbeiten nur eine ganz entschwante vier Stunden Schicht am Nachmittag getaktet in einfachen fünfzehn Minuten Slots an fünf Tagen in der Woche – ein ganz realistisches Szenario!
00:03:48: So was heißt das in Zahlen?
00:03:50: vier Termine pro Stunde und Stuhl.
00:03:52: Bei zwei Stühlen macht das zweiunddreißig Patienten an einem Nachmittag.
00:03:56: Rechnen wir das auf den Monat hoch, dann kommen wir auf genau sechshundertvierzig verfügbare Terminslots!
00:04:00: Und es ist jetzt wichtig – diese Zahl, sechshundertvierzig, das ist die absolute unverrückbare Kapazitätsgrenze dieser Praxis wenn wir im traditionellen Rhythmus arbeiten.
00:04:09: Mehr geht nicht.
00:04:10: Und genau hier, an diesem Punkt liegt der ganze Hebel.
00:04:13: Wenn Sie Ihre Patienten ganz klassisch alle vier Wochen einbestellen, dann ist Ihre Praxis bei sechshzentviertzig aktiven Patienten am Limit komplett voll.
00:04:20: Die normale Reaktion wäre jetzt, über einen Anbau oder mehr Personal nachzudenken richtig.
00:04:24: Aber was passiert, wenn wir stattdessen einfach nur das Behandlungsintervall auf acht Wochen strecken?
00:04:28: Die modernen Systeme und Materialien geben das locker her!
00:04:31: Mit dieser einen einzigen kleinen Anpassung haben sie ihre Kapazität gerade verdoppelt – sofort!
00:04:36: Genau das meine ich.
00:04:37: Gleiches Personal.
00:04:38: Gleiche Miete.
00:04:39: Doppelte Kapazitet.
00:04:41: Das, liebe Kolleginnen und Kollegen ist die reine Essenz von Lean Management.
00:04:45: Sie arbeiten weiterhin mit demselben Team in exakt denselben Räumen und mit dem selben entschwanden Zeitplan – der einzige Unterschied?
00:04:52: Ihre Praxis kann jetzt nicht mehr sixhundertvierzig sondern tausend zweihundertachtzig aktive Fälle managen!
00:04:57: Sie haben gerade das Potenzial ihrer Praxis verdoppelt ohne auch nur einen einzigen Cent zusätzlich zu investieren.
00:05:03: Und jetzt denken sie vielleicht….
00:05:04: naja, das ist ja ein nettes Rechenbeispiel für eine kleine Praxis Aber ich möchte Ihnen zeigen, dieses Prinzip ist keine Nischenlösung.
00:05:11: Es ist ein universelles Geschäftsmodell!
00:05:14: Und das Beste daran ist – je größer Ihre Praxis ist, desto massiver ist der Effekt.
00:05:18: Übertragen wir das mal auf eine Praxis mit vier Stühlen.
00:05:21: Plötzlich sprechen wir hier von einer möglichen Kapazität von über zweitausendfünfhundert aktiven Fällen.
00:05:26: Zwei-tausend-fünfundat.
00:05:28: Jetzt holen wir mal kurz die Zahl vom Anfang wieder hervor.
00:05:30: Erinnern Sie sich?
00:05:31: Die hundertzwanzig Euro pro Patient und Jahr für die digitale
00:05:33: Überwachung?!
00:05:34: Bei zweitausendfünfhundert Patienten wären das jährliche Kosten von dreihunderttausend Euro.
00:05:39: Dreihundertausend Euro – und wofür?
00:05:41: Für eine Kontrollfrequenz, die wie wir festgestellt haben klinisch oft gar nicht notwendig ist!
00:05:46: Und damit sehen Sie verlassen wir jetzt die reine Ebene der Terminplanung.
00:05:49: Wir sprechen hier über Leadership, über strategische Unternehmensführungen.
00:05:53: Es geht um die ganz grundsätzliche Entscheidung, wie wir unsere Praxen führen und wie wir wachsen wollen.
00:05:58: Wir müssen uns einfach bewusst machen, wie hier auch psychologisch verkauft wird.
00:06:02: Anbieter nutzen der gerne den sogenannten Halo-Effekt – das bedeutet, der Glanz eines Bereichs, zum Beispiel innovative Technologie soll auf einen anderen Bereich abstrahlen als klinische Effektivität.
00:06:11: Nur weil etwas neu und schick ist heißt es noch lange nicht, dass es besser ist.
00:06:15: Und als Mediziner oder Unternehmer dürfen wir nichts zulassen, dass uns cleveres Marketing unsere professionellen Standards diktiert!
00:06:21: Das ist der Kern meiner Botschaft an Sie – echte Führung Wirkliche Innovation.
00:06:25: Das zeigt sich nicht darin, dass man jedem neuen Trend hinterherläuft – es zeigt sich darin das man die Ressourcen, die man bereits hat bis zum Maximum intelligent ausschöpft.
00:06:34: Das ist wahre Meisterschaft!
00:06:36: Die Grundlagen perfekt zu beherrschen?
00:06:38: Das ist die höchste und nachhaltigste Form der Innovation.
00:06:41: Deshalb ist meiner Pellansi als Kollege Unterheitsunternehmer auch ganz einfach.
00:06:45: Schauen Sie auf Ihre Stühle Schauen Sie auf Ihre Intervalle und rechnen Sie es nach.
00:06:49: Machen sie die Mathematik für ihre eigene Praxis!
00:06:51: Sie werden überrascht sein, wenn Sie feststellen, dass die größte ungenutzte Kapazität nicht in irgendeiner neuen Software schlummert sondern direkt vorhin liegt – in der strategischen Gestaltung Ihres Terminkalenders.
00:07:00: Dieses enorme Potenzial, das besitzen Sie schon längst.