Dr. Baxmann‘s LeanOrthodontics® - Erfolgreich in Praxismanagement & Kieferorthopädie

Dr. Baxmann‘s LeanOrthodontics® - Erfolgreich in Praxismanagement & Kieferorthopädie

Einfach erfolgreiche(re) Kieferorthopädie

Transkript

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00:00:00: Nach heutigen Episode 90 sprechen der Martin, Baxma und ich über die Employee Journey.

00:00:05: Wir sprachen ja in der letzten Episode über die Customer Journey, also den Patienten-Durchlauf,

00:00:11: welche Kontaktpunkte hat ein Patient in einer Praxis, jetzt welche Kontaktpunkte hat ein Mitarbeiter in einer Praxis

00:00:18: und wir setzen einen besonderen Fokus auf ein Thema, was wir auch schon mal hier behandelt hatten, auf das Thema Offboarding.

00:00:26: Und hier hat Martin nochmal ein paar Punkte, die man besonders beachten sollte, die ich sehr klug fand, also seid gespannt drauf.

00:00:33: Und nun ab ins Programm.

00:00:35: Hallo liebe Leute, heute freue ich mich wieder, ganz besonders Gast zu sein bei OptiHealth Consulting, bei dem Christian Henrizi,

00:00:45: der einen tollen Podcast "Küste und Kiez" macht, schon seit vielen, vielen Monaten und Jahren erfolgreich ist im Bereich Podcast.

00:00:54: Und wir haben uns zusammengetan für einige Folgen, um dort spannende Themen aus dem Bereich Management, Marketing, Leadership, Führungsstruktur und so weiter,

00:01:03: alles, was uns einfällt in unseren Gesprächen, einmal mit euch zu teilen.

00:01:06: Und da kommt heute wieder die nächste Folge dazu.

00:01:09: Also ich freue mich, dass du dabei bist und jetzt hörst dir gerne an und sei dabei.

00:01:14: Du bist auf Dr. Baxman's Lean Orthodontik.

00:01:17: Einfach alles, was dich sogar mehr erfolgreich macht.

00:01:21: In Orthodontik und Praktikmanagement.

00:01:24: Dr. Baxman ist ein Spekern, Amazon Bestseller-Author und Multi-Entrepreneur.

00:01:30: Jetzt hat er das ganze Knowledge und bringt es dir in einem Podcast.

00:01:35: Dies ist Dr. Baxman's Lean Orthodontik.

00:01:39: Hallo Martin.

00:01:42: Hi Christian.

00:01:44: Hi euch, was auch immer für einem Gerät.

00:01:47: In deiner Generation sagt man wahrscheinlich noch Radio-Geräten.

00:01:51: Genau.

00:01:55: Spaß beiseite.

00:01:57: Wir sprechen heute über die Employee Journey.

00:01:59: Gibt es eine Employee Journey?

00:02:01: Martin, was ist dein Taktor drauf?

00:02:04: Gaston my Journey.

00:02:06: Wir haben vor kurzem schon einmal gesprochen.

00:02:09: Im Prinzip würde ich sagen, Employee Journey und Customer Journey

00:02:13: ist auf eine bestimmte Art und Weise das Gleiche in Grün.

00:02:16: Wir haben an anderer Stelle schon mal auch darüber gesprochen.

00:02:19: Ich erwähne es auch immer gerne.

00:02:21: Ich spreche mal gerne von externen Kunden und von internen Kunden.

00:02:24: Die externen Kunden sind quasi unsere Patienten,

00:02:27: könnten aber auch mein Dienstleister sonst sein.

00:02:30: Die internen Kunden, das sind die, mit denen wir jeden Tag zu tun haben,

00:02:33: das sind unsere Mitarbeiter.

00:02:35: Im Prinzip ist es so, dass wir auch den, was verkaufen,

00:02:38: auf eine bestimmte Art und Weise, nämlich ganz kurz gesagt,

00:02:41: dass sie das tun, was wir möchten.

00:02:43: Was auch immer das jetzt konkret an sein mag.

00:02:46: Das funktioniert auch nur unter bestimmten Bedingungen.

00:02:50: Nämlich, wenn sie zufrieden sind, wenn sie verstehen, was sie tun wollen,

00:02:53: wenn sie wissen worum es geht, wenn es auch für sie mehr Wert bringt

00:02:56: und so weiter und so fort.

00:02:58: Das heißt, wir haben ganz ähnliche Ziele,

00:03:00: tatsächlich bei unseren Mitarbeitern,

00:03:02: die wir jetzt endlich irgendwo auch mit unseren Kunden haben.

00:03:05: Gleichzeitig ist es natürlich auch eine Wertschöpfungsgeschichte,

00:03:08: die dahinter steckt.

00:03:10: Und warum jetzt genau diese Journey wieder?

00:03:12: Beim Patienten war das jetzt ja klar, okay, kommt das erste Mal,

00:03:15: eine Behandlung geht dann wieder.

00:03:17: Ganz kurz runtergebrochen bei Mitarbeitern ist das gleich in Grün.

00:03:21: Wir stellen jemanden ein.

00:03:23: Im Prinzip geht es schon deutlich davor los.

00:03:25: Da wirst du mir zustimmen gleich,

00:03:27: nämlich wie kriegt man überhaupt dazu,

00:03:29: dass die aufmerksam werden und so weiter.

00:03:31: Wenn du das erste Mal zum Arbeiten, dann arbeiten sie 10 Jahre bei euch,

00:03:35: dann verlassen sie euch wieder,

00:03:37: auf welche Art doch immer, werden krank, werden schwanger,

00:03:41: werden gekündigt, gehen von alleine.

00:03:43: Das heißt, die Reise endet irgendwo an irgendeinem Punkt,

00:03:46: in welcher Art doch immer.

00:03:48: So, und dieser ganze Zustand, den wir dort haben,

00:03:51: oder Zustand ist falsch gesagt,

00:03:53: diese ganze Prozesskette sozusagen,

00:03:55: ist wiederum auch eine Reise,

00:03:58: wo auch ganz, ganz viele Bedürfnisse an verschiedenen Kontaktpunkten,

00:04:02: die es gibt, erfüllt sein müssen.

00:04:04: Es geht schon ganz, ganz einfach los.

00:04:06: Was ich immer wieder sehe, ist, es gibt keine klar strukturierten

00:04:10: Bewerbungsgespräche, wo auch wirklich von vornherein klar ist,

00:04:15: für welche Rolle suche ich jetzt tatsächlich jemanden,

00:04:18: sondern es geht ganz oft einfach nur dazu,

00:04:21: ja, wir brauchen eine neue Helferin,

00:04:23: oder manchmal noch schlimmer,

00:04:25: wir brauchen Praxismanager,

00:04:27: die wir überhaupt festgelegt für den.

00:04:29: Und dann kommt dann vielleicht ein Praxismanager,

00:04:31: der will auch die Praxismanagen,

00:04:33: aber er kann es nicht, er darf es nicht,

00:04:35: weil das Anforderungsprofil und das Leistungsangebot,

00:04:38: was er dann tatsächlich mitbringt,

00:04:40: überhaupt nicht in der geringsten Weise gemetscht sind.

00:04:43: Da sieht man schon mal, das ist wie,

00:04:45: ihr kennt noch das Beispiel von der Customer Journey,

00:04:48: also wenn ihr sagt, ich möchte gerne nach,

00:04:51: keine Ahnung, nach Athen fliegen,

00:04:53: es steigt aber in den Flieger nach Reykjavik

00:04:56: und dann wundert euch, dass das dort ganz anders aussieht.

00:04:59: Und dass ihr nicht angekommen seid.

00:05:01: Und das ist das Thema der Journey dort.

00:05:04: Und dann gibt es so viele weitere Kontaktpunkte,

00:05:06: wie Arbeitsanweisung als Einkontakt.

00:05:08: Und ich weiß, es klingt immer so streng, wenn ich es mache,

00:05:11: aber auch, wie wird jemand eingearbeitet?

00:05:13: Wie ist der menschliche Kontakt?

00:05:15: Wir haben ganz oft zum Beispiel auch,

00:05:17: dass dann irgendwie so die rechte Hand des Chefs,

00:05:19: das ist die beste Helferin, die muss dann alle einarbeiten.

00:05:22: So, die dann aber da einarbeitet,

00:05:24: ist gar nicht gefragt worden.

00:05:26: Irgendwie ist die Menschlich dazu überhaupt in der Lage?

00:05:29: Ist sie pädagogisch dazu in der Lage?

00:05:32: Wie geht die tatsächlich um mit irgendwelchen Talenten?

00:05:35: Besteht da vielleicht ein Interessenskonflikt?

00:05:37: Ja, wenn die 45-jährige Perle vom Chef,

00:05:40: auf die er immer noch irgendwie steht,

00:05:42: dann plötzlich durch eine 20-jährige, die viel besser aussieht

00:05:45: und die viel cleverer ist und viel besser mit dem Computer umgehen,

00:05:48: ersetzt wird, was passiert denn dann?

00:05:50: Gebt es dann vielleicht ein Interessenskonflikt?

00:05:52: Und vielleicht will die gar nicht, dass sie so gut wird?

00:05:54: Oder, oder, oder, da gibt es ganz viele Sachen,

00:05:56: oder zwischenmenschliche Dinge passen.

00:05:58: Das nächste ist der Chef, der Chef überhaupt bereit

00:06:01: für irgendwelche Gespräche.

00:06:03: Gibt es Feedback?

00:06:05: Also das sind jetzt nur mal so ein paar klassische Painpoints,

00:06:07: die ich auf dieser Strecke ganz, ganz häufig sehe.

00:06:10: Und aber auch natürlich selber erlebe,

00:06:12: wo ich mich als Chef dann auch immer wieder mal hinterfragen werde,

00:06:14: Mensch, warum ist es jetzt da zu diesem Punkt gekommen,

00:06:17: dass vielleicht eine langjährige Mitarbeiterin dann irgendwann mal sagt,

00:06:20: ne, ich habe keine Lust mehr, ich möchte nicht mehr.

00:06:22: Und dann frage ich natürlich mich auch,

00:06:24: okay, an welcher Rolle in dem Prozess habe ich jetzt Fehler gemacht,

00:06:29: oder es nicht gesehen, war nicht aufmerksam genug,

00:06:33: oder was auch immer.

00:06:35: Ja, und andererseits auch, wie kann ich jetzt diesen,

00:06:38: vielleicht auch unerwünschten Prozess,

00:06:40: nämlich, dass die Mitarbeiterin geht, so zu Ende bringen,

00:06:44: ähnlich wie bei der Folge, sag ich mal, Praxis verkauft,

00:06:46: dass es möglichst nicht allzu emotional wird

00:06:49: und wenn höchstens positiv emotional,

00:06:51: dass man wirklich ein Tränchen vielleicht verdrückt

00:06:53: und dann auch sich bedankt dafür,

00:06:55: was für eine geile Zeit man zusammen gehabt hat,

00:06:57: aber nicht, dass man sagt, die war auch immer schon doof,

00:06:59: und da jetzt ist es halt weg.

00:07:01: Und eigentlich bin ich auch froh,

00:07:03: dieses Rechtfertigen der eigenen Unfähigkeit am Ende

00:07:06: von so einer Belähnung einer Gefühle, die man dann vielleicht hat.

00:07:10: Und das ist tatsächlich ein Employee Journey.

00:07:12: Und da kann man genauso hingehen wie bei der Customer Journey.

00:07:14: Man macht sich einfach mal klar,

00:07:16: wie sind die verschiedenen Wege dort,

00:07:18: wo gibt es Kontaktpunkte,

00:07:20: wie kann ich das aufgliedern

00:07:22: und an welcher Stelle kann ich was machen,

00:07:24: damit eine allgemeine Bedürfniserfüllung,

00:07:26: also als Minimalprogramm,

00:07:28: aber auch vielleicht mit Zufriedenheit darüber hinaus

00:07:30: dann entsprechend möglich ist.

00:07:32: Wie erlebst du das aus deiner Sicht?

00:07:35: Ja, grundsätzlich hast du alles gesagt, was schlau ist.

00:07:40: Es ist ein Lebenszyklus, den du auf den Patienten legst,

00:07:44: wenn du aber auch auf deinen Mitarbeiter legst.

00:07:46: Und dieser Lebenszyklus fängt irgendwann an und endet irgendwann.

00:07:50: Idealerweise, das passiert aber selten,

00:07:54: geht der Mitarbeiter, wenn er ungefähr dein Alter hat,

00:07:57: mit dir auch in den Ruhestand.

00:07:59: Und ich kenne tatsächlich Leute,

00:08:02: die haben länger gearbeitet,

00:08:04: ein Zahnarzt beim Namen,

00:08:06: Dr. Reusch beispielsweise, kann ich mal nennen,

00:08:08: der hat länger gearbeitet,

00:08:10: um seine verdiente Mitarbeiterin

00:08:13: noch sozusagen bis zur Rente zu begleiten.

00:08:16: Das heißt, es gibt ganz tolle Zahnmediziner,

00:08:19: die das auch sehr gut interpretieren.

00:08:22: Aber der Regelfall ist, dass sich halt Lebenspläne ändern,

00:08:26: sowohl bei einem selber, aber auch beim Mitarbeiter.

00:08:29: Und es kommt dann irgendwann mal zum Ausscheiden.

00:08:32: Und diesen letzten Punkt anzusprechen,

00:08:35: den halte ich für ganz wichtig,

00:08:37: wenn hier passieren die größten und gröbsten

00:08:40: und die unbeholfesten Fehler.

00:08:43: Wenn jemand bei einem Filiar von vielen Monaten bis Filiar gearbeitet hat.

00:08:48: Und man macht dieses Off-Balling so schlecht

00:08:51: und so wenig wertschätzend.

00:08:53: Und man nimmt sich so wenig Zeit,

00:08:55: dann hat man vielleicht ein gutes Erlebnis

00:08:57: innerhalb von 3, 4, 5 Minuten so schlecht gemacht,

00:09:03: dass dieser schlechte Nachgeschmack

00:09:05: sich über diese vielen Jahre der Arbeit rüberlegt.

00:09:08: Und das ist ein Desaster.

00:09:11: Das ist ein absolutes Desaster.

00:09:15: Dass das bis zur Rente im ETF sparen,

00:09:17: dann alles abheben und dann nochmal nach Las Vegas ins Casino.

00:09:21: Dann nochmal die Zulette runter spülen.

00:09:23: Also noch nicht mal Casino, da hast du ja noch eine Chance auf den Gewinn.

00:09:26: Das ist einfach abheben und wegschmeißen.

00:09:28: Also das ist das Schlimmste, was man machen kann,

00:09:33: können sich da kein

00:09:35: Zeit für zu nehmen. Das menschliche Bedürfnis auf der anderen Seite, dass ein dazu bringt, sich

00:09:39: so wenig Zeit zu nehmen, das verstehe ich. Es ist für einen irgendwie eine abgeschlossene Arbeitsbeziehung.

00:09:46: Man hat das ganze Brettvoll Arbeit. Man weiß eh nicht, was man zuerst machen soll und kümmere

00:09:53: ich mich doch lieber um die Lebenden als um die Toten so sinngemäß, hat mir mal jemand gesagt.

00:09:57: Dieses Bedürfnis verstehe ich, aber es ist nicht immer das, was ich in dem Moment empfinde,

00:10:03: das Richtige zu tun. Es ist nicht, wenn ich besoffen bin, das Richtige zu tun, übermutig zu sein,

00:10:10: auf jemanden zuzugehen, der 2,20 Meter groß ist, auch wenn ich glaube, dass ich mit meinen 1,62

00:10:15: den umhauen. Das ist auch nicht, da gibt ein, das Bauchgefühl, das falsche Signal, weil es überlagert

00:10:21: ist von einem anderen Gefühl oder von einer, einer chemischen Substanz. Und in dem Fall ist es von

00:10:27: einer Emotionenüberlage, die einen einfach das falsche machen lässt. Und das ist das falsche.

00:10:32: Und ich kann jedem nur empfehlen, dass man das so wertschätzen wie möglich macht, dass man so großzügig

00:10:41: wie nur irgendwie möglich mit dem Mitarbeiter umgeht. Und wenn einem das Messer in der Tasche

00:10:45: aufgeht, dass man sich Zeit für den Mitarbeiter nimmt, nochmal ein finales, ein Abschlussgespräch

00:10:51: zu führen und den Mitarbeiter sozusagen noch besser verabschiedet, als eigentlich die Beziehung

00:10:57: gewesen ist. Ausnahmen von dieser goldenen Regel, Dinge, die wirklich unkindbar sind, Betrug,

00:11:03: Diebstahl, Misshandlung, Rassismus, jeder Art. Also es gibt Sachen, die sind unentschuldbar und

00:11:09: da sollte man nicht noch, sollte man nicht noch da irgendwie sagen, ist das so alles gut gemacht.

00:11:15: 100 Prozent, richtig. Ich glaube, aber die meisten Beziehungen gehen nicht von dem eben benannten

00:11:21: Kaputt, sondern die haben sich auseinandergelebt. Es ist ein Umzug, es ist eine neue Herausforderung,

00:11:28: es ist ein neuer Lebensabschnitt. Es sind vielleicht auch Querelen im Team, aber all das rechtfertigt

00:11:35: nicht, dass man dort einen Shortcut im Offboarding macht. Was das so macht? Manchmal ist es so,

00:11:40: dass Vertrauen, dass dann noch entgegen gebracht wird. Also ich finde erstmal, ich fange mal so an,

00:11:44: wir gehen gerade so viele Gedanken durch den Kopf. Eigentlich soll man ja zuhören und dann erst

00:11:48: anfangen zu denken. Aber das ist bei den spannenden Sachen, die ich sage, da finde ich das ganz,

00:11:52: ganz schwierig. Da kommen sofort wieder neue Gedanken dazu. Erst mal bin ich 100 Prozent nicht

00:11:56: dafür das Thema Verabschiedung und auch gegebenenfalls nicht für Dinge wie Trauer. Also ich habe das

00:12:01: jetzt gerade vor kurzem tatsächlich selber erlebt, dass die Mitarbeiterinnen, die quasi mit mir meine

00:12:06: allererste Praxis gegründet hat, dass die gegangen ist. Und das hat jetzt verschiedenste Gründe. Wir

00:12:12: sind auf jeden Fall nicht im Zorn gegangen. Und das war für mein Team dann manchmal schwer zu

00:12:17: verstehen, weil ich natürlich sofort neue Strukturen schaffen musste, um das Ganze zu erlangen. Und

00:12:21: ich frage mich manchmal, Martin, was macht das nichts mit mir? Und da musste ich ganz klar sagen,

00:12:27: du, das macht ganz, ganz vielen mit mir. Aber ich habe jetzt gerade einen Job zu tun und der fällt

00:12:32: mir im Moment gerade auch ganz besonders schwer. Ich muss jetzt sofort die Strukturen so schaffen,

00:12:37: dass alle unsere Schiffe, dass die sicher in den nächsten Hafen jetzt wieder kommen oder auf See

00:12:41: bleiben, trotz dieses Verlustes. Aber du kannst dir sicher sein, ich habe meine Zeit zum Trauer.

00:12:47: Also ich würde nehmen extra den Begriff. Ganz klar den habe ich. Ich bin unendlich traurig darüber,

00:12:54: dass es dazu gekommen ist. Ich habe mir das immer anders gewünscht und finde das ganz, ganz schade.

00:12:59: Aber es nützt nichts. Ich habe jetzt einen neuen Job zu erledigen und das muss ich machen. Aber an

00:13:04: anderer Stelle wirst du sehen, dass ich trauere und dann auch mit der Wertschätzung verabschiede. So,

00:13:10: das ist das eine. Da bin ich voll bei dir. An einer anderen Stelle, wo wir jetzt gerade gesagt haben,

00:13:14: das ist doch irgendwie auch ganz gut, wenn man so ein bisschen Wertschätzung das Ganze abschließen

00:13:17: kann. Manchmal wird aber auch mit absolut übergroßerer Navität das Ganze abgeschlossen. Und das sehe

00:13:24: ich ganz, ganz häufig tatsächlich, dass dann die Mitarbeiterin, die gekündigt hat oder die

00:13:29: gekündigt wurde, dann noch auf den letzten Metern jemand Neues einarbeiten muss. Also wenn ich darüber

00:13:38: nachdenke und das höre, ich kann das gar nicht fassen, wie absurd dieser Gedanke jetzt eigentlich

00:13:43: ist, obwohl ich es wirklich täglich immer wieder sehe und höre, dass das gemacht wird. Welches

00:13:48: Vertrauen haben wir denn da überhaupt? Ich meine, erst mal müssen wir natürlich Prozesse haben,

00:13:54: dass jemand, der Neues eingearbeitet wird und das möglichst auch unabhängig. Das ist ein Thema

00:13:59: für sich nochmal, will ich jetzt gar nicht vertiefen. Aber das ausgerechnet jemand, der

00:14:03: potenziell vielleicht sogar noch in Unzufriedenheit geht, soll sich begreit erklären, seinen

00:14:09: Nachfolger einzuarbeiten. Also wenn du jemand kündigst, wird die Person niemals wirklich

00:14:15: glücklich sein. Darüber können wir uns glaube ich einig sein, sonst wäre sie selber schon gegangen,

00:14:20: denn genug Möglichkeiten gibt es heutzutage. Sie arbeitet jetzt jemand ein, vielleicht sogar

00:14:25: eins zu eins. Erst mal wow, was für eine tolle Person, dass die das überhaupt macht. Zweitens

00:14:31: aber auch, was für Gespräche werden eigentlich geführt, wird mich jetzt mal interessieren.

00:14:36: Wird diejenige, die gekündigt worden ist sagen, wow schön, dass du da bist, ist auch echt der

00:14:40: tollste Arbeitgeber. Das ist das beste Team, in dem ich jemals gewesen bin. Alles ist super hier.

00:14:45: Oder wird die vielleicht sagen, was für ein Scheiße, was für ein Blöder. Ja, du weißt,

00:14:51: welches Wort ich kann mal sagen, wenn ich bin jetzt schon so lange hier und jetzt schmeißt

00:14:54: er mich einfach raus und wird hier genauso geben. Ich lass das jetzt einfach mal so wirken und

00:14:59: gebe wieder ab an dich, weil wie gesagt, ich sehe es so oft und ich finde es so absurd und

00:15:03: gleichzeitig so vollkommen erstaunlich und nicht nachfallsüber. Ja, ich glaube, das ist ein

00:15:08: schwieriges Thema. Ich sehe die Notwendigkeit, dass eine Person ihr Wissen abgibt, wenn das

00:15:14: Wissen nicht vernünftig dokumentiert ist, schon gegeben, wenn diese Person noch in der Praxis ist.

00:15:20: Wenn alles im Guten ist und alles vernünftig ist, Schwangerschaft ausscheiden oder Umzugsau

00:15:28: ausscheiden und Reduktion der Arbeitszeit, dass es eine Umplanung gibt, da finde ich das alles

00:15:33: extrem unkritisch. Und jetzt, wenn ich als Praxisinhaber rin jemanden gekündigt habe und

00:15:40: bitte diese Person, die ich gekündigt habe, die neue einzuarbeiten, dann ist es kritisch. Da

00:15:45: bin ich bei dir. Das ist komisch. Was wird da eigentlich übermittelt? Da sollte ich dafür

00:15:50: Sorge tragen, dass die Sachen vorher vernünftig dokumentiert sind und vernünftig abgelegt

00:15:55: sind. Darüber hatten wir ja auch schon mal gesprochen und in unserem nächsten Vorgespräch

00:15:58: werden wir da sehr intensiv darüber. Deswegen will ich das heute nicht zum Thema machen. Wenn

00:16:02: jemand jetzt, wenn man jetzt in so einer Eisenhower Matrix da jetzt mal rumgeht, dann haben wir jetzt

00:16:07: ja noch zwei Fälle offen. Ich schmeiß jemanden fristlos raus. Da habe ich gleich die Chance und

00:16:12: der Mitarbeiter kündigt und es ist nicht sonderlich im Guten, sondern es gab da Mobbing, Stress und

00:16:20: so weiter. Auch in dem Fall, also ich kündige jemanden, das wird nicht gut sein. Jemanden

00:16:26: kündigt mich, das wird nicht gut sein. Diese beiden Fälle in dieser Matrix sehe ich auch als

00:16:32: nicht angebracht, dass diese Person dann eine Überleitung und eine Einarbeitung an der neuen

00:16:37: Person übernimmt. Das wäre fatal. In dem einen Pfandranden, den ich zuerst beschrieben habe,

00:16:44: sehe ich das sehr wohl und ja auch als klug an, dass man das dann so macht. Aber nichtsdestotrotz

00:16:50: für Weißerfolge 91, ihr müsst das alles so sauber in Stellenbildern aufbauen, rechtzeitig

00:16:58: schon in Prozessen definieren und die auch regelmäßig in einem lernenden System anpassen

00:17:05: und erweitern, verbessern. Noch mal ein Prozess, den ihr von einem Jahr angesetzt habt, der ist

00:17:10: heute wahrscheinlich schon nicht mehr so effektiv sein könnte. Da müsst ihr an euch arbeiten,

00:17:15: kommen wir noch zu. Dann hat man auch nicht mehr diese Gretchenfrage, ja ich sage mal so,

00:17:21: auszusaunieren. In dem Sinne, lieber Martin, durchsehen wir mit Employee Journey. Ein letztes

00:17:28: Wort von dir? Ja wie immer, da habe ich das ja haben und damit schließe ich auch ganz konkret,

00:17:33: weil genau diese Dinge, die wir gerade gesprochen haben, die kannst du relativ emotionsfrei,

00:17:38: zumindest als guideline für dich als Leitplanke in deiner Employee Journey genau festlegen. Wenn

00:17:44: du die sauber beschrieben hast, hast du keinen Stress mit diesen Prozessen, auch wenn es dir mal

00:17:48: schwer fällt, sondern du hältst dich ans Protokoll und kannst das dann auch nach deiner eigenen

00:17:53: Entscheidung mit deinem Gefühl füllen, die dann möglichst wie Christian sehr sehr schön gesagt

00:17:57: hat in erster Linie wertschätzen und wohlwollen sein sollten, weil wer braucht schon verbrannte Erde.

00:18:02: In dem Sinne vielen Dank für Folge 90, lieber Martin und ich danke auch euch, wir danken auch

00:18:09: euch liebe Zuhörerinnen für euer zahlreiches mit und zuhören an den Radiogeräten und in der

00:18:16: nächsten Folge 91 geht es um QM und da werden wir mal so ein bisschen das, was wir hier tochiert haben,

00:18:21: tiefer legen. Viel Spaß und wenn ihr Fragen habt an henryc@optimunushc.de oder in die Show Notes

00:18:30: nach Martins Ihmene Adresse Ausschau halten. Bis dann, ciao ciao. Ciao. Ciao auch gerne mal

00:18:36: rein oder höherein in den Podcast "Küste und Kiez" von Christian Henry C. auch natürlich freue

00:18:41: ich mich, wenn du mir weiter treu bleibst hier beim Lean Orthodontik Podcast, den Kieferautopiedi

00:18:45: Podcast Nummer 1 und am besten auch einfach mal wieder einen Daumen hoch hinterlässt,

00:18:50: einfach einen Kommentar auch mal schreibst oder auch dich bei mir persönlich meldest, wenn du

00:18:54: ein bestimmtes Wunschthema hast, Fragen hast oder du vielleicht irgendwas nicht so ganz gut fandest,

00:18:59: wo du sagst Mensch, kann man das nicht nochmal ein bisschen genauer anschauen oder bisschen vertiefen

00:19:03: oder ich habe da vielleicht auch eine ganz andere Meinung oder so melde dich doch einfach sagbescheid