Einfach erfolgreiche(re) Kieferorthopädie
00:00:00: Gamba-Work dann gesprochen. Ich gehe wirklich mal bis zum letzten Punkt des Prozesses, bis zum Ende
00:00:05: durch und ich gucke einfach, ah, Endprodukt passt jetzt nicht ganz, okay, ich nehme den nächsten
00:00:10: Schritt und da passe ich irgendwas an, weil das ist oft Blödsinn und vor allem haben wir in der
00:00:14: Regel auch eine Verkettung von Umrenten, die dann genau zu einem Abgleichung zum neuen Prozess oder
00:00:20: zum anderen Ergebnis führen. Und da ist es dann wirklich schon total hilfreich, weil zu gucken,
00:00:25: okay, an welcher Stelle liegt das Schieb?
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00:02:04: hatte ich vorher ehrlich gesagt, also bevor ich in deinen Büchern gestöbert habe, hatte ich
00:02:07: davon noch nichts gehört. Deswegen glaube ich, es ist ganz sinnvoll, wenn wir mal mit so einer
00:02:11: Klassikerfrage einsteigen. Das ist dann der Gamba Walk. Das muss irgendwie grob zusammenfassen.
00:02:16: Ja, die einfachste Beschreibung ist im Prinzip kurz und knapp mitten drin statt nur dabei. Und das
00:02:23: ist gerade mal für das Thema, sag ich mal, Leitungsfunktionen, Inhaber, Managementfunktion,
00:02:30: CEO und so weiter. Ist das ein ganz, ganz, ganz wichtiges Thema. Je mehr Distanz man kriegt von
00:02:38: seiner eigenen Person zum Beispiel als Inhaber zum zur Entleistung sozusagen, die irgendwo erbracht
00:02:45: wird oder je mehr Mitarbeiter man hat und so weiter sich das Ganze so ein bisschen verteilt,
00:02:50: dass so schwieriger wird ist, dass man tatsächlich wirklich an jeder Stelle, der ich rede hier mal
00:02:56: von Prozessen oder der Arbeit, der Tätigkeit und so weiter, wirklich dabei ist und weiß, was läuft
00:03:02: da genau, wie funktioniert das und so weiter. Und dafür ist dann halt einfach ganz konkret so ein
00:03:07: Gamba Walk gemacht, dass man einfach mal überall mit dabei ist. Das ist was, was auch durchaus
00:03:14: aufwendig ist, was aber auch einfach unheimlich spannend ist. Je nach Größe bei euch, man kann
00:03:20: man das alles selber machen. Ich mag das sehr gerne immer mal wieder selbst machen. Ich habe aber
00:03:24: auch bestimmte Mitarbeiter mittlerweile, die das entsprechend auch machen. Und dann ist man einfach
00:03:29: mein Meuschen. Man ist einfach bei jedem Arbeitsablauf, ist man einfach konkret dabei. Und ich kann
00:03:35: gleich auch mal ein Hinweis geben, wie man das auch noch ein bisschen besser remote auch noch machen
00:03:38: kann zusätzlich, aber einfach mal dabei sein und sich das wirklich ganz in Ruhe mal anschauen und
00:03:43: nicht einmischen und nicht eingreifen, sondern einfach mal machen lassen, paar Notizen machen
00:03:48: dabei, aufschreiben und gucken. Und man findet dort sehr, sehr interessante Dinge in der Regel,
00:03:53: nämlich heraus, nämlich im Idealfall sollte man meinen, vielleicht alles wird so gemacht, wie man
00:03:58: glaubt, dass es gemacht wird, komplett vollständig kann sein und es kann auch sein, dass das gut ist.
00:04:04: Manchmal merkt man aber auch, es wird nicht so gemacht, wie es eigentlich gemacht werden sollte.
00:04:08: Und dann ist die nächste Frage direkt, was führt dazu und wo führt das hin quasi? Also,
00:04:15: welche, welche Bedeutung ist das? Wird das gemacht, weil die, so kommt jetzt der Klassiker
00:04:20: erstmal wieder. Die Mitarbeiterin hat eben keine Ahnung, deshalb macht sie es nicht so. Oder die
00:04:25: Mitarbeiterin, die tut sowieso nie, was man sagt, deshalb macht sie das nicht so. Okay, das werden
00:04:30: jetzt so die negativen Aspekte, die aber eigentlich relativ selten tatsächlich zutreffen sind, weil
00:04:34: jeder will vernünftige Arbeit machen und auch eigentlich auf die einfachste und beste Art und Weise.
00:04:39: Das heißt, warum sind da neue Prozesse entstanden jetzt plötzlich? Gab es da einen Auslöser für,
00:04:44: war mal irgendwas kaputt, war mal irgendwas anders oder ist das vielleicht sogar eine super Idee,
00:04:48: von der wir uns sagen, hey, warum wurde uns das eigentlich nicht gesagt, dass es so viel besser
00:04:52: geht? Dann können wir das nämlich jetzt fest schreiben und für alle umsetzen. So, das ist, das ist so
00:04:58: erstmal grundsätzlich das Ziel des Gamerwalks oder, oder was man dort macht und wer es macht.
00:05:03: Ganz kurzer Hinweis doch eben auf das Thema Remote dort in dem Bereich, vielleicht ein Best
00:05:08: Practice Tip für euch auch nochmal. Wir machen zum Beispiel auch so, dass wir regelmäßig Testdate
00:05:12: von allen Mitarbeitern machen zu allen möglichen Prozessen. Testdata heißt nicht irgendwie furchtbar,
00:05:17: Trock-Hüpfungssituation, sondern da muss man ein bisschen einfühlen vorher, wie man das macht.
00:05:22: Sondern es geht im Prinzip darum, dass jeder sich jedes Jahr auch erfahrene Mitarbeiter,
00:05:27: so drei, vier Tätigkeiten aussucht und und die werden dann quasi einmal, einmal kontrolliert.
00:05:32: Die werden dann in der Regel auch auf Video dokumentiert, machen die einmal, wenn die dann so
00:05:37: sind, dass alle sagen, ja genau so wird es gemacht. So machen das alle. Haben wir direkt für unser
00:05:42: QM eine aktualisierte Arbeitsanweisung. Wenn es dort anders gemacht wird, kann es diskutiert werden.
00:05:48: Warum wird es anders gemacht? Ist das eine gute Idee? Probieren das andere jetzt auch mal aus.
00:05:54: Machen wir hier mal einen Testlauf, PDCA-Zyklus-Stichwort, von einer ganz anderen Stelle einmal,
00:05:58: wie man halt so Sachen einmal experimentell einführt. Und so kann man dann, wie gesagt,
00:06:04: einmal seinen QM, seine Prozessstruktur auch schön auf Video aufzeichnen. Gleichzeitig hat man
00:06:09: die Kontrollmöglichkeiten und eine gewisse Reflektion regelmäßig, was auch für die
00:06:13: Mitarbeiter wieder gut ist, weil die fangen nämlich irgendwann an zu verstehen. Es geht nicht darum,
00:06:17: dass das eine Prüfung ist, machen die das richtig, machen die das falsch. Und es geht darum,
00:06:21: einfach zu schauen, hey, wie ist eigentlich gerade der aktuelle Stand von dem, was wir tun?
00:06:26: Und warum ist der da? Und ist es die beste Möglichkeit der Arbeitsweise, die wir tatsächlich an
00:06:32: den Tag legen können? Haben wir vielleicht eine gute Idee verpasst, setzen die jetzt um? Oder hat
00:06:38: sich da irgendwas eingeschlägt, das keine so gute Idee ist? Gehen wir wieder zurück zu dem, wo wir
00:06:42: eigentlich sein sollten. Ja, du hast das jetzt auf unterschiedlichen Ebenen auch erklärt und ich
00:06:47: glaube, du hast, wie wir gesagt, da muss man einfach mal gucken. Dann habe ich mich jetzt im
00:06:51: Nachhinein gefragt, wie ist es einfach mal? Es hört sich ja schon sehr aufwendig an,
00:06:54: wenn ich jetzt wirklich diesen kompletten Gamberwalk machen will, vielleicht für alle
00:06:58: Abläufe oder für möglichst viele Abläufe. Wie oft solch ich das denn mache, in deiner Meinung nach?
00:07:03: Das ist eine sehr spannende Frage. Das Minimum ist sicherlich einmal im Jahr und persönlich finde
00:07:09: ich das viel, viel zu lang. Also sechsmonatlich ist sicherlich sowas, was man auf jeden Fall,
00:07:14: wo man auch als Chef einmal alle Prozesse gesehen haben sollte. Wenn es eine kleine Praxis ist,
00:07:20: mit drei, vier, fünf Mitarbeitern, ist man eher enger dran. Da kann man auch wirklich mal alle
00:07:25: Bereiche angeguckt haben in einem acht Wochen Rhythmus. Das ist auch gar nicht so statisch,
00:07:30: es hängt auch ein bisschen mit von dem, was man jetzt erreichen will, wo man hin will und so
00:07:36: weiter, dann entsprechend ab. Also ich kann sagen, innerhalb drei Monaten oder so schaue ich es nicht,
00:07:41: alle Prozesse mit allen Mitarbeitern komplett durchzugehen. Da reicht die Zeit gar nicht zu,
00:07:45: dafür sind wir zu viele. Andererseits ist es halt so, wenn man erst alle sechs Monate oder alle
00:07:50: zwölf Monate wirklich größere Veränderungen feststellt, dann sind die tatsächlich auch oft
00:07:55: schon so festgefahren, im Guten wie im Schlechten, dass es sehr schwer wird, die zu lösen und es
00:08:00: dauert dann unter Umständen wieder ein Prozess von sechs bis zwölf Monaten, um dort dann die
00:08:05: Änderung hervorzurufen. Das heißt, ich sage dann immer so, wir kommen dann vor wie bei der Telekom,
00:08:09: das ist jetzt keine Wertung, die bei der Telekom nicht, dass ich jetzt von denen verklagt werde,
00:08:13: wenn ich das sage, aber das ist so der Inbegriff, sag ich mal als Nutzer, das ist dort, sag ich mal,
00:08:18: relativ langsame Transformationsprozesse oder Changeprozesse, die man auch Neudeutschtag gibt.
00:08:23: Und die wollen wir natürlich nicht unter sind, wir haben keine Zehntausend Mitarbeiter, sondern
00:08:28: wir haben, keine Ahnung, die größten Praxen, ich kenne die haben 100 Mitarbeiter, das ist schon
00:08:32: echt super, super viel, aber die meisten, die haben zehn oder unter zehn Mitarbeiter, das heißt,
00:08:37: da ist das vollkommen easy zu machen. Und es kann wirklich auch manchmal so sind so banale Dinge,
00:08:42: wo man manchmal einfach was feststellen. Ich gebe mal Beispiele, das kann zum Beispiel,
00:08:46: was manche vielleicht ganz merkwürdig finden, das kann vielleicht mit anonymer Rufen,
00:08:50: um einfach mal an der Rezeption anrufen sein, um dort zu schauen, wie melden die sich dort eigentlich,
00:08:56: so wie ich das will und wie wir das abgesprochen haben, melden die sich mit dem richtigen Praxisnamen
00:09:02: oder leiten die einen direkt um zur Konkurrenz, oder ist da jemand patsig am Telefon oder super
00:09:08: freundlich und total angenehm, einfach mal aus Patientenklo gehen, mal gucken, wie es da aussieht,
00:09:13: wie fühlt sich das an, wenn man sich da mal kurz auffällt, solche Sachen oder dabei stehen, sich
00:09:19: mal einen Kaffee machen an der Kaffeemaschine, der Mitarbeiter und mal gucken, finde ich da überhaupt
00:09:24: eine Tasse, jetzt die Sauber, gucken die auch auf sich selber, das ist auch so ein Thema manchmal,
00:09:29: das für die Patienten alles super gemacht wird und dann hinten rum für die Mitarbeiter oder so,
00:09:34: da sieht es aus wie, genau die internen Kunden, da sieht es aus wie Sau oder sage ich mal, da ist
00:09:39: nur das Billigste von Billigen, weil da kein Geld mehr für da war und so weiter und so fort,
00:09:43: oder das Reinigen von der Kaffeemaschine ist auch so ein Klassiker, sage ich mal, ich lasse das mal so
00:09:49: stehen, aber manche von euch kennen das, wird ein tolles Gerät angeschafft und es wird nicht
00:09:55: gewartet, es wird nicht gepflegt.
00:09:57: Oder einfach, es sind manchmal wirklich so ganz kleine Kleinigkeiten.
00:10:00: Wer zu mir meine erste Praxis kommt, ist jetzt fast 20 Jahre alt und immer mal wieder wird mir gesagt, wow, wie alt ist die?
00:10:07: Habt ihr die jetzt gerade frisch renoviert oder so?
00:10:09: Also das ist ein Riesenkompliment, wo ich mich super drüber freue.
00:10:12: Das geht aber auch nur über, sag ich mal, eine gewisse Nachhaltigkeit auch im Umgang.
00:10:17: Wir haben immer mal wieder auch Mitarbeiter gehabt, die einfach deinen Anfang Türen zu knallen, Schubladen, halb aufstehen lassen oder sonst irgendwas.
00:10:23: Wenn man so, das sind so Kleinigkeiten, dadurch geht das Ganze kaputt und da sieht es sofort abgenutzt aus.
00:10:30: Es werden die Ecken werden nicht sauber gewischt oder so.
00:10:32: Ja, nach ein paar Wochen sieht das da aus wie Sau.
00:10:35: Das muss man einfach machen.
00:10:37: Das sind so ganz, ganz kleine Kleinigkeiten manchmal, weil jetzt wirklich vielleicht pädantisch oder so, wenn ich so mache.
00:10:42: Aber das Gleiche gilt auch für die Bogenenden abschneiden oder so was beim Patienten oder nach dem Wendersetzen.
00:10:49: Den Zermint sauber ordentlich wegmachen, mit Zahnseide nochmal durchgehen.
00:10:52: Das sind so Kleinigkeiten manchmal, wo man merkt, hey, da hatten wir mal so, da waren wir mal auch Sterne Niveau und jetzt driften wir gerade Abrichtung Pommes Fude.
00:11:02: Und jetzt müssen wir nochmal wieder nacharbeiten.
00:11:05: Aber das heißt ja auch, wenn ich diesen Gamberwork regelmäßig mache, dann habe ich die Möglichkeit auf der anderen Seite.
00:11:10: Ja, ich habe hier Troubleshooting aufgeschrieben.
00:11:13: Also kann ich Troubleshooting vermeiden, weil mein Troubleschütting gar nicht erst entsteht im Idealfall,
00:11:17: also weil ich viele Probleme schon von vornherein dann vorbeugen kann, im Idealfall, wie gesagt.
00:11:21: Ja, das wäre der Idealfall, ganz klar.
00:11:23: Der Idealfall ist natürlich, wie du auch schon ganz klar anmerkst, ist natürlich nicht realistisch.
00:11:28: Am Ende des Tages ist es wieder Troubleshooting.
00:11:30: Aber das ist die Frage halt, das ist auch noch eine andere Methode, die wir aus dem Linen kennen, die da auch eine Rolle spielt, die 5Y fragen.
00:11:38: Dass wir also zum wirklichen Kern, zur Wurzel des Problems einfach kommen.
00:11:42: Was weiß ich, fällt mir gerade irgendwas ein.
00:11:45: Ja, mein wegen Brackets lösen sich ab, nachdem sie ein oder ein Retainer löst sich beim Einsetzen.
00:11:49: Warum löst sich der Retainer?
00:11:51: Ja, der Klebeverbund ist nicht richtig.
00:11:53: Warum ist der Klebeverbund nicht richtig?
00:11:55: Weil die Brackets nicht vorbereitet werden, wie sie sollen.
00:11:58: Warum werden sie nicht vorbereitet?
00:12:00: Ich frage mich, wie sie sollen.
00:12:01: Das heißt, ich frage mich durch und gebe mich einmal einfach mal nicht mit der Oberfläche zufrieden,
00:12:06: sondern gehe wirklich tief runter oder im Gamberwork dann gesprochen.
00:12:10: Ich gehe wirklich mal bis zum letzten Punkt des Prozesses, bis zum Ende durch und ich gucke einfach,
00:12:16: ah, Endprodukt passt jetzt nicht ganz.
00:12:18: Okay, ich nehme den nächsten besten Schritt und da passe ich irgendwas an.
00:12:21: Weil das ist oft Blödsinn und vor allem haben wir in der Regel auch eine Verkettung von Umgrenzen,
00:12:25: die dann genau zu einem Abgleichung zum neuen Prozess oder zum anderen Ergebnis führen.
00:12:31: Und da ist es dann wirklich schon total hilfreich, mal zu gucken, okay,
00:12:35: und welcher Stelle liebt das schief?
00:12:37: Da auch nochmal praktisches Beispiel ganz schnell.
00:12:39: Wir machen bei jedem zweiten Termin spätestens,
00:12:42: bei besonderen Maßnahmen haben wir auch einen Katalog für,
00:12:45: machen wir sogar jedes Mal komplette klinische Fotos bei unseren Patienten.
00:12:50: Das hat einfach den Hintergrund, dass wir auch quasi dort so eine Art Gamberwork dann rückwärts gehen können.
00:12:55: Nämlich, dass wenn irgendwas mal nicht genauso läuft, wie wir uns das vorgestellt haben,
00:12:58: wir können dann wirklich in der Historie Punkt für Punkt zurückgehen und rausfinden,
00:13:03: an welcher Stelle ist es schief gelaufen.
00:13:05: Das ist ein super Learning einmal für ein Selbst noch mal.
00:13:08: Es ist eine super Schulungsgelegenheit auch noch mal für ein Selbst und für das Team.
00:13:14: Und es ist auch noch mal eine Mindset Frage, wirklich einfach knallhart alles zu Hinterfragen,
00:13:20: um dann das beste Ergebnis dann zu bekommen.
00:13:23: Und wo es dann auch nicht darum geht, boah, das hat die Person, die hat das falsch gemacht,
00:13:28: oder die kann das nicht, sondern wo es wirklich dann am Ende,
00:13:30: also es hat auch wieder was mit Fehlerkultur zu tun, dass man dann auch wirklich feststellt,
00:13:35: okay, es geht um die Sache, es geht um den Prozess,
00:13:38: es geht darum, das bestmögliche Ergebnis auf die bestmögliche Art und Weise zu bekommen.
00:13:43: Jetzt habe ich aber doch nochmal, wir haben jetzt ausführlich über den Gamberwork gesprochen
00:13:46: und ich habe auch den Eindruck, ich habe es verstanden.
00:13:48: Aber so die letzte Frage, die ich jetzt dazu noch habe,
00:13:52: wenn mal angenommen, ich habe eine mittelgroße Praxis.
00:13:55: So, und ich nehme jetzt als Chef vor, ich möchte den Gamberwork machen
00:13:59: und ich möchte ihn auch möglichst umfangreich machen,
00:14:01: damit ich mir einfach mal vielleicht auch einen Überblick verschaffen möchte
00:14:03: und merke aber, oh, das ist dann doch sehr zeitaufwendig.
00:14:07: Habe ich denn die Möglichkeit, so für mich so einzelne Organisationsprozesse zu überprüfen,
00:14:12: also dass ich jetzt auch, okay, ich will mich jetzt einen Monat diesen Thema,
00:14:15: damit ich mich dem anderen, kann ich das so auseinanderziehen?
00:14:17: Weißt du, wie ich meine, ist es sinnvoll oder ist es sinnvoll wirklich zu sagen,
00:14:21: ich mache jetzt einmal komplett durch?
00:14:22: Einmal komplett durch ist total unrealistisch und funktioniert eigentlich eigentlich gar nicht.
00:14:28: Also behaupt ich jetzt mal so ganz klar, also das ist auf jeden Fall meine eigene Erfahrung
00:14:32: und das kenne ich auch aus keiner Praxis oder an keinen Betrieb so, dass es so funktioniert.
00:14:37: Dann, das funktioniert, sag ich mal, in ganz großen Betrieben,
00:14:40: die wieder eine eigene Controlling-Abteilung für sowas quasi haben,
00:14:42: die sowas ähnliches wie ein Gamberwork machen.
00:14:44: Die machen in ganzem, das ist der deren Job, ist es nichts anderes als da rumzulaufen
00:14:48: und zu kontrollieren, zu gucken und so weiter.
00:14:51: Das haben wir so in dem Sinne bei uns gar nicht, weil wir dazu zu klein sind.
00:14:54: Das heißt im Prinzip sind es zwei Strukturarten.
00:14:57: Einmal, dass man sich tatsächlich schon fest vornehmen muss,
00:15:01: bestimmte Bereiche abzudecken, aber die kann man irgendwann machen
00:15:04: und sollte sie sich einfach festlegen.
00:15:06: Also irgendwann meine ich nicht einfach, wann ich gerade mal 'ner Bock zu habe,
00:15:09: sondern die sollten schon irgendwie festgelegt sein.
00:15:11: Aber es muss nicht unbedingt der Reihenfolge sein.
00:15:13: Also es sollte schon geplant sein.
00:15:15: Es kann aber auch sein, dass wir die Planung unter Umständen ergänzen
00:15:19: oder überall Haufen werfen, durch situative Notwendigkeiten,
00:15:23: die einfach dort entstehen.
00:15:24: Man merkt jetzt gerade, okay, hier ist ein Problem.
00:15:26: Okay, dem muss ich jetzt mal auf den Grund gehen.
00:15:28: Jetzt muss ich wirklich mal den Prozess komplett von vorne bis hinten,
00:15:31: der zu diesem Problem führen könnte, einfach mal durchgehen und mir genau anschauen.
00:15:37: Und da hilft manchmal auch sowas einfaches, wie die Mitarbeiter befragen.
00:15:40: Da sind meine Mitarbeiter manchmal vielleicht ein bisschen genervt,
00:15:43: aber sie wissen, warum ich es mache.
00:15:45: Wenn sie kommen zu mir, haben sie Probleme oder so.
00:15:47: Und dann wollen die total gerne, dass ich das für sie löse
00:15:50: und der Helferkomplex in mir als Arzt sagt, auch ja, ich will den jetzt total helfen.
00:15:53: Und der der Kohl, sage ich mal, der Mentor, nicht der Coach, der Coach,
00:15:57: der weiß, er muss fragen, der Mentor irgendwie sagt,
00:15:59: komm, ich habe das doch schon tausendmal gemacht.
00:16:01: Ich habe doch die Lösung, komm, mach so, mach so, mach so, mach so.
00:16:04: Er fehlt dann aber total, sage ich mal, dann die Identifikationen mit dem Problem,
00:16:08: die Partizipation durch die Mitarbeiter.
00:16:10: Und auch sage ich mal, nicht nur die Selbstverantwortlichkeit,
00:16:14: sondern auch die Selbstwirksamkeit in der Problemlösung.
00:16:17: Das heißt, meine Aufgabe ist dann wirklich zu hinterfragen einmal,
00:16:20: was hast du jetzt bereits getan, mit wem hast du gesprochen,
00:16:23: wer sind die normalen Ansprechpersonen,
00:16:25: dafür, welche Lösungsvorschläge hast du, ist das schon mal häufiger vorgekommen.
00:16:30: An welcher Stelle glaubst du, wird das Problem ausgelöst und so weiter,
00:16:34: dass man da so ein bisschen dann auch schon im Gespräch dann quasi dahin reingeht
00:16:38: und jeden Mitarbeiter quasi auch so ein bisschen mit zu so einer Minigamber-Work erfähigt.
00:16:43: Ich habe dir so ein bisschen eine Montessori-Schule anhilfen, wie es selbst gemacht hat.
00:16:47: Ja, aber das ist genau der Punkt.
00:16:49: Ich meine, wir wollen ja nicht, wir wollen ja nicht der Feuerwehrmann sein.
00:16:53: Aber andererseits, was du gerade angesprochen hast,
00:16:55: da hat du auch so ein total wichtiges Problem, was wir immer wieder sehen,
00:16:59: dass dann die Chefs sagen, ja, ich habe da keine Zeit für,
00:17:01: ich habe einen ganzen Tag mit Patienten voll bestellt
00:17:03: und ich muss schon meine Verwaltung, die muss ich schon im Feierabend machen.
00:17:06: Leute, ein kleiner Scherz am Rande jetzt, aber ich meine es trotzdem so,
00:17:09: kommt zu mir ins Coaching, weil da liegt das Problem schon mal.
00:17:12: Wenn du nicht dich jetzt von der ganze Zeit tot arbeiten willst
00:17:16: und immer nur der Getriebene von deinen eigenen Kalender,
00:17:18: von deinen eigenen Mitarbeitern sein willst, die dich irgendwo einstellen,
00:17:21: die aber selber eigentlich Führung bräuchten, damit du von denen richtig geführt wirst,
00:17:26: da kann man dir helfen, das geht.
00:17:29: Und dann wird es auch nicht so zeitaufwendig,
00:17:30: wenn man es halt immer mal wieder in Portionen macht,
00:17:33: und da auch nochmal ein Punkt, Heizen ist so ein Stichwort quasi Heizen,
00:17:39: bedeutet die graduelle, also minimal schrittige,
00:17:44: kleinschrittige Verbesserung, Veränderung.
00:17:47: Das ist total der Schlüssel, der einen gigantischen Zins-Effekt über die Zeit bringt.
00:17:53: Kleine Verbesserungen und kleine Anpassungen, die stetig weiter erfolgen,
00:17:58: die bringen gigantische Erfolge mit ein bisschen Geduld.
00:18:01: Und die meisten wollen halt dann sagen, okay, jetzt ist Zeit für den Gamer-Walk,
00:18:05: jetzt kann ich drei Tage keine Patienten mehr sehen und muss,
00:18:08: ja, was willst du dir denn angucken, wenn drei Tage keine Patienten mehr kommen?
00:18:11: Das funktioniert doch nicht.
00:18:13: Wenn du eine künstliche Situation schaffst,
00:18:14: du kannst auch keinen Gamer-Walk am Team-Meeting-Tag machen.
00:18:17: Das funktioniert nicht, das passiert nichts, da ist kein Alltag.
00:18:21: Du musst dann dabei sein, wenn das ganz normale Leben ist,
00:18:25: so und zwar so, dass sich die anderen quasi unbeobachtet fühlen,
00:18:29: damit du dann entsprechend auch ein echtes Bild bekommst,
00:18:32: von dem, was da tatsächlich dann auch passiert.
00:18:35: Ja, und das hat auch viel mit Organisation zu tun.
00:18:37: Ich habe gerade so hier ein bisschen runtergespielt,
00:18:38: ich musste gerade lachen, weil der nächste Podcast ja auch wirklich heißt,
00:18:41: warum du immer an dir als Chef arbeiten solltest.
00:18:43: Vielleicht gibt es dir dann irgendwie eine Brücke, die man da schlagen kann.
00:18:46: Dann gucken wir gleich mal.
00:18:48: Auf jeden Fall.
00:18:50: Da können wir auf jeden Fall die Kürbchen...
00:18:51: Also, der Fisch stinkt immer vom Kopf her, wie man so schön sagt.
00:18:55: Ja, beim Fußball wird immer der Trainer zuerst entlassen.
00:18:58: In der Zahnarztpraxis bleibt der immer bis zum Schluss.
00:19:02: Und wenn er dann alleine ist, weiß er vielleicht, warum.
00:19:04: So, das war es für heute.
00:19:06: Schönen Tag noch bis zum nächsten Mal.
00:19:07: Danke, ciao.
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00:19:53: Wir haben Ihnen einen schönen Tag.